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Geschichte der Stadt Zwittau und ihrer Umgebung

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Neues Mitglied und suche in Vierzighuben und Greifendorf
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Claudia Dietterle

Foren-Neuling

Beiträge: 1
Anmeldedatum: 13.01.2024
Beitrag Neues Mitglied und suche in Vierzighuben und Greifendorf. Verfasst am: 24.04.2024, 14:27    
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Hallo,

meine Name ist Claudia Dietterle und ich bin 53 Jahre alt und komme aus Herrenberg.

Nach dem Tod meiner Oma Else Lobmayer geb. Stindl, verwitw. Rysavy bin ich 2021 zur Ahnenforschung gekommen. Sie flüchete 1946 von Greifendorf/Vierzighuben nach Rott bzw. dann Landsberg Lech.

Zwischenzeitlich habe ich es auf Ancestry auch tatsächlich geschafft einen erachtlichen Stammbaum über die Rysavy (Vierzighuben und Liebentahl) und Stindl (Greifendorft) Seiten zu erstellen. Wenn hier jemand Interesse hat kann ich gerne einen Einladungslink zumailen. Dann bitte eine PN an mich.

Ich hänge jetzt tatsächlich an der jüngeren Vergangenheit fest. Meine Mutter wurde 1944 noch in Zwittau / Vierzighuben geboren und den Eintrag ihrer Geburt kann ich nirgends finden. Die Kirchenbücher hören alle früher auf.
Kann mir hier jemand sagen wo ich suchen muss?

Ebenso kann ich die Geburt meiner Großmutter Else (Elisabeth) Stindl im Okt. 1920 aus Greifendorf (Nr. 27 war der Hof) und Eheschließung 1941 mit meinem Großvater Otto Rysavy (oder Ryschawy) in Greifendorf und seine Geburt in Vierzighuben im Feb. 1920 nirgends finden.

Kann mir auch hier vieleicht jemand weiterhelfen in welchen Kirchenbüchern ich die "neueren" Daten finde?

Ich würde mich freuen wenn ich zu den mir bekannten Daten auch die entsprechenden Kirchenbücher finden würde und meiner Mutter eine Riesenfreude damit machen da sie nie eine Original Geburtsurkunde hatte.

Vielen Dank und schöne Grüße an alle
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Werner

Foren-Profi

Beiträge: 237
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Wohnort: Wien
Beitrag Aw.: Neues Mitglied und suche in Vierzighuben und Greifendor. Verfasst am: 24.04.2024, 17:33    
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Auch ich wurde 1941 in Zwittau (im Spital) geboren. Meine Mutter stammte aus Rudelsdorf und hatte nach Wien geheiratet und eine österreichische Staatsbürgerschaft verliehen bekomen mit Pass aus der Ersten Republik. Der Pass wurde jedoch weder von den Deutschen noch Tschechen anerkannt .

Während der Kriegszeit (Schwangerschaft, Geburt) war Mutter in Rudelsdorf, erlebte im Frühjahr 1945 die Wilde Vertreibung mit und konnte dank der Aktivitäten des Österreichischen Vertreters in Tschechien nach Kriegsende mit Genehmigung nach Wien zurückkehren. Für mich hatte Mutter einen Taufschein für kirchliche Zwecke von der Kirche vom Pfarramt in Zwittau erhalten. Somit war ich Staatenlos geboren und bekam erstmals Schwierigkeiten als ich heiratete, da ich einen Staatsbürgerschaftsnachweis brauchte.

Das einzige was ich von der CSR erhielt war 1968 ein RODNY LIST vom Ministerstvo Vnitra. Die Suche nach einer Dokumentation meiner Geburt habe ich schon seit langem aufgegeben. Jetzt weiß ich auch warum. Wegen dem Datenschutz !!! Es sei denn, dass während der Deutschen Besatzungszeit keine deutsche Gründlichkeit herrschte.

Liebe Grüße aus Wien
Werner
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Thota

Moderator

Beiträge: 908
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Wohnort: Mannheim
Beitrag Aw.: Neues Mitglied und suche in Vierzighuben und Greifendor. Verfasst am: 25.04.2024, 21:28    
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Hallo Claudia,

da es in Tschechien auch einen Datenschutz gibt, wird es noch eine Weile dauern bist du den Geburttseintrag deiner Mutter online findest.
Dazu kommt, das die Kirchenbücher jetzt im staatlichen Besitz sind.

Sie liegen im Matrikenamt in der Kreisstadt und kommen erst in das Archiv wenn sie voll sind, oder die Frist welche gesetzt, abgelaufen ist.
Und dort werden sie wohl nicht gleich digitalisiert.

Mein Onkel wurde 1939 in Greifendorf geboren und als meine Großmutter 1981 starb, haben wir für ihn, über die tschechische Botschaft in Bonn eine Geburtsurkunde beantragt und auch bekommen.
_________________
Mit bestem Gruß
Thomas Tast
Mannheim
Ortsberichtserstatter Greifendorf
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catharina

Foren-Profi

Beiträge: 131
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Beitrag Aw.: Neues Mitglied und suche in Vierzighuben und Greifendor. Verfasst am: 25.04.2024, 22:03    
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Hallo zusammen,

in diesem Zeitraum - Deutsches Reich - oblagen doch diese Angelegenheiten in den böhmischen Landen bereits dem Standesamt, d.h. sie werden auch beim Amt geführt, und nicht nur bei der Kirche.
Oder muss es der Taufeintrag sein?

Ist es in Tschechien nicht wie bei uns, dass man auf dem Amt Auskunft über direkte Vorfahren bekommt, vielleicht mit Einsendung einer Kopie Ihrer Geburtsurkunde über die Mutter.

Ist es nicht sogar in Österreich so, dass die katholische Kirche die Matriken nach 1939 gar nicht online stellt, da sie darauf verweist, dass danach die standesamtlichen Angelegenheiten den extra eingerichteten Behörden obliegen?

Grüße

Zuletzt bearbeitet von catharina am 26.04.2024, 00:06, insgesamt 2-mal bearbeitet
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catharina

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Beiträge: 131
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Beitrag Aw.: Neues Mitglied und suche in Vierzighuben und Greifendor. Verfasst am: 25.04.2024, 22:14    
  Antworten mit Zitat      
Irgendwie verstehe ich das nicht ganz, Werner. Rodný list - ist denn das nicht eine ausgestellte Geburtsurkunde?
Was wünschen Sie sich dann, eine Kopie/Scan des amtlichen Eintrags?
Oder geht es Ihnen um den Taufeintrag im Kirchenbuch.
Grüße!
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catharina

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Beiträge: 131
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Beitrag Aw.: Neues Mitglied und suche in Vierzighuben und Greifendor. Verfasst am: 25.04.2024, 22:16    
  Antworten mit Zitat      
Also jetzt noch mal.
Was meinen Sie mit "original Geburtsurkunde".

Wir alle haben nur eine vom Amt ausgestellte Urkunde?
Wenn eine vorhanden war, aber in Böhmen zurückgelassen wurde, kann man sich eine neue ausstellen lassen, die alte Urkunde war dann die erste ausgestellte und jetzt hätte man eine zweite ausgestellte. In der "original Urkunde" steht ja nichts anderes als in der neu ausgestellten, oder?

Es handelt sich ja nie um ein Foto oder eine genaue Abschrift des Eintrags, sondern lediglich um eine Eintragung der Daten in eine Urkunde.

Wer von uns hat denn je seinen eigenen Originaltaufeintrag gesehen?

Offenbar ist es nicht möglich, ein Foto davon zu bekommen (Datenschutz) und eine getreue Abschrift der Eintragung beim Standesamt sei Glücksache, schreibt dieser Herr hier
https://www.sudetendeutsche-familienforscher.de/SUD/formular-cz-anleitung.html

Was bleibt ist die Urkunde mit den Daten der Eltern bzw. Großeltern, aber wenn man diese bereits kennt ...

Grüße

Zuletzt bearbeitet von catharina am 26.04.2024, 19:57, insgesamt einmal bearbeitet
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Werner

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Beiträge: 237
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Wohnort: Wien
Beitrag Aw.: Neues Mitglied und suche in Vierzighuben und Greifendor. Verfasst am: 26.04.2024, 11:38    
  Antworten mit Zitat      
Hallo catharina,

In meiner Rodny List (tschech. Geburtsschein) wurden nur aufgenommen mein Geburtsname, Geburtsdaten. Namen der Eltern, die ich alle im Antrag melden musste. Ausgestellt wurde in Prag vom Ministerium. Das war 1968.

Im kirchlichen Geburts- und Taufschein, ausgestellt 1941 nach der Geburt vom Zwittauer Pfarramt, sind vermerkt.
Name des Täufling und Geburtsdatum
Name des Vater sowie der Eltern mit Geburtsdaten und Herkunftsort.
Namen der Mutter sowie der Eltern mit Geburtsdaten und Herkunftsort.

Es besteht als für geneologisch Interessiert somit ein grosser Unterschied. Die Aufhebung des Datenschutz wird ja dann zeigen, was von den tschechischen Behörden während der Besatzungszeit aufgenommen wurde.

Grüße aus Wien
Werner
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catharina

Foren-Profi

Beiträge: 131
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Beitrag Aw.: Neues Mitglied und suche in Vierzighuben und Greifendor. Verfasst am: 26.04.2024, 19:49    
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Hallo Werner,
Danke für die Antwort.

Ich habe auch schon festgestellt, dass z.B. deutsche Sterbezivilmatriken sehr uninformativ sind.

Ich habe mir die Abbildungen zu rodný list, und das ist offenbar die tschechische Geburtsurkunde, auf Wikipedia angesehen.
Dort sind auch Taufscheine / křestní list abgebildet, mir war gar nicht klar, dass dort der gesamte Taufeintrag abgeschrieben ist, so wie Sie sagen.

Ihnen geht es also darum, den Originaleintrag im Kirchenbuch zu sehen, tja es ist schon seltsam, dass eine Abschrift erlaubt aber eine Fotokopie nicht erlaubt sein soll, wo soll denn da ein Unterschied bezgl. des Datenschutzes sein ...


Jetzt noch mal allgemein.
Das Hauptproblem für den Erhalt von Abschriften schien das Sprachproblem für die Verwaltungsmitarbeiter beim Lesen der Einträge zu sein, ich würde es einfach versuchen, es gibt schließlich auch viele Tschechen, die Deutsch in der Schule gelernt haben. Zudem sind sie inzwischen sicherlich geübt?

Die Taufeinträge bis Ende 1923 und Hochzeitseinträge bis 1948 stehen ja nicht mehr unter Datenschutz, obwohl ich nicht weiß, ob in den verschiedenen Kreisen die genauen Fristen sich unterscheiden, ich würde nach Foto oder sonst Abschrift fragen.

Wenn es z.B. nur darum geht, Ausgangsdaten für die Ahnenforschung zu erhalten (und keine Urkunde oder etwas auf Papier), ich lese immer, dass Tschechen einfach auf dem Standesamt / matriční uřád nach den Daten fragen z.B. per Email mit möglichst genauen Angaben zum gesuchten Eintrag (sie werden nicht Jahre von Matriken durchsuchen wollen) und oft auch Auskunft bekommen von den netten Mitarbeitern, sofern die Datenschutzfrist für den gewünschten Eintrag abgelaufen ist.


Wenn die Schutzfrist nicht abgelaufen ist, dann hat das dieser Herr siehe Link ja beschrieben, was wohl gesetzlich erlaubt ist, und ich würde versuchen, nach einer Abschrift des kirchlichen Taufeintrages beim Standesamt zu fragen? (Diese kirchlichen Matriken liegen ja, wie oben gesagt, auf dem Standesamt und sind im Besitz des Staates.)
Ein "Anspruch" besteht letztlich ab Datum der Führung der Geburtseinträge etc durch die staatlichen Ämter (nach 1918, spätestens 1939) vermutlich nur auf die wenig informative Geburtsurkunde als Abschrift des staatlichen Eintrags.

Mir ist außerdem eingefallen, dass die Kirchen doch ab 1784 oder so Kopien der Matriken führten. Nur weiß ich nicht, wie das im 20. Jahrhundert war.
Haben die Kirchen nicht das Recht, uns einen Taufschein über uns selbst aus ihren Dokumenten auszustellen, eine Abschrift oder ein Foto zu machen?
Diese Kopien würden dann wohl im Archiv des zuständigen Bistums liegen.
Allerdings ... ist es dann auch nicht der Originaleintrag mit den Unterschriften der Paten, nicht wahr.

Grüße!
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